Wie hoch ist das Einsparpotenzial?
Die Simulationsergebnisse zeigen, dass die Sanierungsmassnahmen zu einer ausserordentlich hohen Energieeinsparung führen. Der spezifische Heizwärmebedarf sinkt von 132 kWh/m²a auf 15 kWh/m²a, was einer Reduktion um rund 89 % entspricht. Auch der Primärenergieverbrauch verringert sich deutlich – von 158 kWh/m²a auf lediglich 8 kWh/m²a, also um etwa 95 %. Diese Werte verdeutlichen, wie stark die Erneuerung der Gebäudehülle und der Wechsel des Heizsystems auf eine Wärmepumpe die energetische Gesamtleistung des Gebäudes verbessern können.
Die Reduktion des Energieverbrauchs pro Energiebezugsfläche zeigt, dass die Sanierung nicht nur die absoluten Verluste minimiert, sondern auch die Energieeffizienz der gesamten Nutzfläche erheblich steigert. Das Gebäude erreicht damit einen energetischen Standard, der dem eines modernen, gut gedämmten Neubaus entspricht, und verbessert zugleich seinen thermischen Komfort sowie die Betriebskostenbilanz.
Darüber hinaus führt die deutliche Verringerung des Heizwärmebedarfs und des Primärenergieverbrauchs zu einer massiven Senkung der CO₂-Emissionen, da kaum noch fossile Energie für den Betrieb benötigt wird. Die Sanierung trägt somit nicht nur zur Kostenreduktion und Erhöhung der Energieunabhängigkeit bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur nachhaltigen Transformation des Gebäudebestands. Dieses Beispiel zeigt, wie gezielte bauliche Massnahmen und der Einsatz digitaler Simulationstools eine wirkungsvolle Verbindung von ökologischer Verantwortung und technischer Effizienz schaffen können.