Tool: GHG Emissions Timeline
Die Emissionen eines Gebäudes zu verstehen bedeutet, nicht nur zu wissen, wie viel Kohlenstoff ausgestossen wird, sondern auch wann.
Die GHG Emissions Timeline macht sichtbar, was normalerweise verborgen bleibt: den Moment, in dem Kohlenstoff über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes freigesetzt wird.
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen LCA, die nur eine Zahl liefert, zeigt die Timeline dynamisch, wie sich die Emissionen im Laufe der Zeit entwickeln, und hebt die Designentscheidungen und ihre Auswirkungen hervor.
Bänder, Linien und Symbole zeigen Mengen, Unsicherheiten und Schlüsselmomente, etwa Systemänderungen oder Bauphasen, und passen sich Fläche, Nutzern oder anderen Parametern an.
Im Fall des Gewerbehaus K118 zeigt die Timeline, wie Wiederverwendung und natürliche Materialien die Emissionen bereits in den frühen Phasen reduziert haben.
Produktion (A1–A3): Die Wiederverwendung von Strukturelementen aus einem demontierten Lagerhaus reduziert die Emissionen in dieser Phase erheblich, insbesondere im Vergleich zur Herstellung von neuem Stahl oder Beton.
Bau (A4–A5): Transport und Montage vor Ort verursachen zwar weiterhin Emissionen, doch die kompakte Logistik und die lokale Beschaffung beim K118 halten diese relativ gering.
Nutzungsphase (B1–B7): In den nächsten 80 Jahren hängen die Emissionen hauptsächlich von Heizung und Strom ab. Dank energieeffizientem Design und Photovoltaik bleiben die betrieblichen Emissionen minimal.
Lebensende (C1–C4): Obwohl die Zukunft schwer vorherzusagen ist, wurde K118 für eine einfache Demontage konzipiert. Die Emissionsprognose geht davon aus, dass die meisten Materialien wiederverwendet werden können, was die zirkuläre Vision des Gebäudes stärkt.
Dieser Ansatz ermöglicht es Planenden, Studierenden und Interessierten, nicht nur zu verstehen, wie viel Kohlenstoff emittiert wird, sondern auch wann – und macht die Umweltwirkungen eines Gebäudes sichtbar, um fundiertere und nachhaltigere Entscheidungen zu fördern.